Dosierung/Anwendung: - nicht Substanzen-induziertes Delir (1):
- Initialdosis 0,5-2 mg per os oder Magensonde, bei älteren Patienten Beginn mit niedriger Dosierung (Haldol(R)-Tropfen 2 mg/ml entsprechen 1 mg/10 Tropfen).
- Folgemedikation: Dosiswiederholung nach 30-45 Minuten.
- Maximaldosis/24h: 20-40 mg, 8 mg bei alten Patienten (2,3).
- Fixmedikation: Gesamtmenge der letzten 24h auf 3-4 Dosen in 24h verteilen.
- Reduzierung: bei positiven Delirverlauf die Dosis ab 2. Tag halbieren und dann ausschleichen.
- Alkohol- oder Benzodiazepinentzugsdelir:
- orale Therapie:Â 5-10 mg bis max. 20 mg/Tag, zusammen mit Diazepam (1,4).
- intravenöse Therapie: 5-10 mg bis max. 20 mg/Tag, zusammen mit Diazepam oder Midazolam (1,4).
Kontraindikationen: Dyskinesien, extrapyramidal-motorisches Syndrom (z.B. Parkinsonsyndrom, Lewybody-Krankheit), QTc-Verlängerung >460 ms, langes QTc-Syndrom, malignes neuroleptisches Syndrom (1,2).
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen: - Bekannte dementielle Entwicklung, vorbestehende QTc-Verlängerung, Leberinsuffizienz, zerebralem Krampfleiden (Senkung der zerebralen Krampfschwelle) (1,2).
- Bei Verwendung von intravenösem Haloperidol sollte eine kontinuierliche EKG-Überwachung, sowie regelmässige Kontrollen der QTc-Zeit erfolgen, da es zu "torsades de pointe" kommen kann (2).
Referenzen: - Standard Delir F07. Solothurner Spitäler AG. 25/03/2013.
- Delir und akute Erregungszustände auf der IDIS. Kantonsspital Olten. 19/10/2012.
- Psychiatrische Erkrankungen auf der Intensivstation - Teil I - Das Delir. Anästhesiol Internsivmed Notfallmed Schmerzther. 2006; 41(11): 720-726: full text | pdf.
- Alkoholdelir und Verwirrtheitszustände in Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie herausgegeben von der Kommission "Leitlinien" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. 2012: accessed online on December 17th 2013.
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