Dosierung/Anwendung: - Als alleiniges Sedativum: durchschnittliche Dosis per os: 150 mcg alle 6-8h; Perfusor: Ladedosis 150-300 mcg iv, danach 900-1200 mcg/24h iv (1).
- In Kombination mit Lorazepam und/oder Haloperidol bzw. jedem anderen sedierenden Präparat muss mit einer reduzierten Clonidin-Dosis (ca. 25% der Normaldosierung) (1).
- Alkohol- oder Benzodiazepinentzugsdelir: initial 0.025 mg iv/h, bei Bedarf erhöhen (2)
Eigenschaften/Wirkungen (1): ist ein vorwiegend zentraler alpha2-Rezeptor-Agonist. Clonidin bindet etwa 220x selektiver am alpha2-, als am alpha1-Rezeptor. Da es neben dem sedierenden auch gleichzeitig einen bradykardisierenden und blutdrucksenkenden Effekt aufweist, wäre sein Einsatz bei hyperaktiven Delirien, wegen der ausgeprägten Stimulation der sympathoadrenergen Achse, theoretisch sinnvoll. Der Nachteil ist aber, dass es eine sehr lange Halbwertszeit besitzt, deshalb schlecht steuerbar ist und z. T. schwere Hypotensionen und Bradykardien auslösen kann.
Referenzen: - Delir und akute Erregungszustände auf der IDIS. Kantonsspital Olten. 19/10/2012.
- Alkoholdelir und Verwirrtheitszustände in Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie herausgegeben von der Kommission "Leitlinien" der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. 2012: accessed online on December 17th 2013.
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